WordPress-Kategorien richtig nutzen: Beiträge sinnvoll strukturieren

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Mit Kategorien kannst du Blogbeiträge in WordPress thematisch ordnen. Sie helfen deinen Besuchern dabei, verwandte Inhalte schneller zu finden, und geben auch Suchmaschinen eine verständliche Struktur deiner Website.

Wenn du beispielsweise einen Blog über Webhosting betreibst, könnten Kategorien wie WordPress, E-Mail, Domains oder SEO verwendet werden. Alle Beiträge zum gleichen Themenbereich werden dadurch in einem gemeinsamen Kategorie-Archiv zusammengefasst.

Kurz erklärt: Kategorien sind die übergeordneten Themenbereiche deiner WordPress-Beiträge. Sie eignen sich für wenige, klar definierte Themen und können bei Bedarf zusätzlich in Haupt- und Unterkategorien gegliedert werden.

Was ist eine Kategorie in WordPress? #

WordPress unterscheidet verschiedene Arten von Inhalten. Seiten werden typischerweise für dauerhaft angelegte Inhalte verwendet, während Beiträge besonders für Blogs, News, Anleitungen oder andere regelmässig veröffentlichte Inhalte gedacht sind.

Kategorien helfen dabei, diese Beiträge nach Themen zu sortieren.

Angenommen, du betreibst eine Website für ein Reiseunternehmen und veröffentlichst regelmässig neue Artikel. Mögliche Kategorien wären beispielsweise:

  • Schweiz
  • Italien
  • Wandern
  • Städtereisen
  • Reisetipps

Ein Beitrag über eine Wanderung im Engadin könnte beispielsweise der Kategorie Wandern und je nach Aufbau zusätzlich einer weiteren passenden Kategorie zugeordnet werden.

WordPress erstellt für jede verwendete Kategorie automatisch eine Übersichtsseite, auf der die zugeordneten Beiträge angezeigt werden.

Warum sind Kategorien wichtig? #

Eine gute Kategorienstruktur erleichtert Besuchern die Orientierung auf deiner Website. Wer einen interessanten Beitrag liest, kann über die Kategorie weitere Inhalte zum gleichen Thema entdecken.

Kategorien können ausserdem für verschiedene Bereiche deiner Website verwendet werden, beispielsweise:

  • Blog-Navigation
  • Kategorie-Archive
  • Menüs
  • Beitragslisten
  • Filterfunktionen
  • thematische Übersichtsseiten

Auch für die interne Struktur deiner Website sind Kategorien hilfreich. Sie zeigen, welche Themenbereiche zusammengehören und verhindern, dass Blogbeiträge völlig ungeordnet nebeneinanderstehen.

Wichtig: Kategorien solltest du nach tatsächlichen Themen deiner Website anlegen und nicht nur deshalb, weil ein einzelner Beitrag ein bestimmtes Wort enthält.

So erstellst du eine neue WordPress-Kategorie #

Neue Kategorien kannst du direkt im WordPress-Adminbereich erstellen.

Vorgehen:

  1. Melde dich im WordPress-Adminbereich an.
  2. Öffne in der linken Navigation „Beiträge“.
  3. Klicke auf „Kategorien“.
  4. Gib einen Namen für die neue Kategorie ein.
  5. Lege bei Bedarf einen Slug fest.
  6. Wähle optional eine übergeordnete Kategorie aus.
  7. Füge bei Bedarf eine Beschreibung hinzu.
  8. Klicke auf „Neue Kategorie erstellen“.

Die neue Kategorie steht anschliessend sofort zur Verfügung und kann deinen Beiträgen zugeordnet werden.

Was bedeutet der Kategorie-Name? #

Der Name ist die für Besucher sichtbare Bezeichnung deiner Kategorie.

Verwende möglichst kurze und eindeutige Begriffe. Ein Besucher sollte allein anhand des Namens verstehen, welche Inhalte ihn dort erwarten.

Gute Kategorien wären beispielsweise:

  • WordPress
  • Webdesign
  • SEO
  • Anleitungen
  • Neuigkeiten

Weniger sinnvoll wären sehr allgemeine Bezeichnungen wie Interessantes, Sonstiges oder Verschiedenes, wenn daraus nicht hervorgeht, welche Inhalte sich dahinter befinden.

Was ist der Kategorie-Slug? #

Der Slug ist die URL-taugliche Bezeichnung einer Kategorie. WordPress verwendet ihn für die Adresse des Kategorie-Archivs.

Eine Kategorie namens WordPress Tipps könnte beispielsweise den Slug:

wordpress-tipps

verwenden.

Je nach Permalink-Konfiguration könnte das Kategorie-Archiv dann beispielsweise unter einer Adresse wie dieser erreichbar sein:

https://deine-domain.ch/category/wordpress-tipps

Der genaue Aufbau hängt von deiner WordPress- und Permalink-Konfiguration ab.

Empfehlung: Verwende für Slugs kurze, verständliche Begriffe in Kleinbuchstaben. Leerzeichen werden in URLs normalerweise durch Bindestriche ersetzt.

Beiträge einer Kategorie zuweisen #

Du kannst einem Beitrag bereits beim Erstellen oder später beim Bearbeiten eine Kategorie zuweisen.

So weist du einem Beitrag eine Kategorie zu:

  1. Öffne den gewünschten Beitrag im WordPress-Editor.
  2. Öffne die Beitragseinstellungen.
  3. Suche den Bereich „Kategorien“.
  4. Aktiviere die gewünschte Kategorie.
  5. Speichere beziehungsweise aktualisiere den Beitrag.

Du kannst einen Beitrag grundsätzlich mehreren Kategorien zuordnen. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Beitrag möglichst viele Kategorien erhalten sollte.

Wie viele Kategorien sollte ein Beitrag haben? #

Dafür gibt es keine feste technische Regel. In der Praxis ist eine möglichst klare Zuordnung aber meistens besser als eine inflationäre Verwendung vieler Kategorien.

Ein Beitrag sollte den Kategorien zugeordnet werden, deren Themen er tatsächlich behandelt.

Wenn fast jeder Beitrag fünf oder sechs Kategorien erhält, verlieren Kategorien schnell ihren eigentlichen Zweck: eine klare thematische Struktur zu schaffen.

Faustregel: Verwende so viele Kategorien wie nötig und so wenige wie möglich. Eine Kategorie sollte einen echten Themenbereich deiner Website repräsentieren.

Hauptkategorien und Unterkategorien verwenden #

WordPress unterstützt hierarchische Kategorien. Du kannst also eine Kategorie einer anderen Kategorie unterordnen.

Eine mögliche Struktur könnte beispielsweise so aussehen:

  • Webhosting
    • cPanel
    • E-Mail
    • Domains
  • WordPress
    • Plugins
    • Themes
    • Sicherheit

Die übergeordnete Kategorie wird als Elternkategorie beziehungsweise Parent Category bezeichnet. Die darunterliegenden Kategorien sind Unterkategorien.

Eine solche Hierarchie kann bei umfangreichen Blogs sinnvoll sein. Für einen kleinen Blog mit fünf oder sechs klaren Themenbereichen wäre sie dagegen oft unnötig kompliziert.

Wann sind Unterkategorien sinnvoll? #

Unterkategorien solltest du erst dann einsetzen, wenn ein Themenbereich gross genug ist, um sinnvoll weiter unterteilt zu werden.

Wenn du beispielsweise nur drei WordPress-Artikel besitzt, brauchst du vermutlich noch keine Unterkategorien für Plugins, Themes, Sicherheit und Performance.

Wenn später dagegen zahlreiche Beiträge zu jedem dieser Themen vorhanden sind, kann eine zusätzliche Unterteilung die Navigation deutlich verbessern.

Struktur vor Detail: Beginne lieber mit wenigen Hauptkategorien. Weitere Unterkategorien kannst du später ergänzen, wenn genügend passende Inhalte vorhanden sind.

Was ist die WordPress-Standardkategorie „Allgemein“? #

WordPress benötigt eine Standardkategorie für Beiträge. Bei vielen Installationen trägt diese zunächst den Namen „Allgemein“ beziehungsweise in einer englischen Installation „Uncategorized“.

Wenn du einen Beitrag veröffentlichst, ohne selbst eine Kategorie auszuwählen, weist WordPress diesen automatisch der festgelegten Standardkategorie zu.

Für eine professionelle Website ist eine grosse Sammlung von Beiträgen unter „Allgemein“ meistens wenig hilfreich.

Du kannst deshalb eine sinnvollere Kategorie als Standard festlegen und die bisherige Standardkategorie anschliessend gegebenenfalls umbenennen oder entfernen, sobald sie nicht mehr als Standard verwendet wird.

Kategorien bearbeiten #

Bestehende Kategorien kannst du jederzeit über „Beiträge“ > „Kategorien“ bearbeiten.

Dort kannst du unter anderem:

  • den Namen ändern,
  • den Slug anpassen,
  • eine übergeordnete Kategorie festlegen,
  • die Beschreibung ändern.

Bei etablierten Websites solltest du insbesondere Änderungen am Slug vorsichtig durchführen.

Vorsicht beim Ändern eines Kategorie-Slugs #

Wenn ein Kategorie-Archiv bereits öffentlich erreichbar und möglicherweise bei Suchmaschinen indexiert ist, verändert ein neuer Slug dessen URL.

Aus:

https://deine-domain.ch/category/wordpress

könnte beispielsweise werden:

https://deine-domain.ch/category/wordpress-tipps

Die bisherige Adresse existiert danach möglicherweise nicht mehr. Externe Links, Lesezeichen oder Suchmaschinenergebnisse können dann auf eine nicht mehr vorhandene URL zeigen.

SEO-Hinweis: Ändere Slugs bereits veröffentlichter und indexierter Kategorien nicht ohne Grund. Wenn sich eine bestehende URL ändern muss, sollte geprüft werden, ob eine permanente 301-Weiterleitung von der alten auf die neue Adresse erforderlich ist.

Kategorien löschen #

Eine Kategorie kann ebenfalls über „Beiträge“ > „Kategorien“ gelöscht werden.

Dadurch werden die zugehörigen Beiträge nicht gelöscht. WordPress entfernt lediglich die Zuordnung zur betreffenden Kategorie. Beiträge, die danach keiner anderen Kategorie zugeordnet sind, können der Standardkategorie zugewiesen werden.

Prüfe deshalb vor dem Löschen, welche Beiträge betroffen sind und ob eine andere Kategorie sinnvoller ist.

Was ist der Unterschied zwischen Kategorien und Schlagwörtern? #

Kategorien und Schlagwörter beziehungsweise Tags dienen beide der Organisation von Beiträgen, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.

Kategorien beschreiben grössere Themenbereiche deiner Website. Sie können hierarchisch aufgebaut werden und Unterkategorien besitzen.

Schlagwörter beschreiben dagegen einzelne Merkmale oder spezifische Themen eines Beitrags und besitzen keine solche Hierarchie.

Ein Beispiel:

Ein Artikel mit dem Titel „WordPress mit Softaculous installieren“ könnte der Kategorie WordPress zugeordnet sein und zusätzliche Schlagwörter wie Softaculous, Installation oder cPanel besitzen.

Eine ausführliche Anleitung zu Schlagwörtern erstellen wir innerhalb dieser WordPress-Knowledgebase ebenfalls.

Sind Kategorien wichtig für SEO? #

Kategorien sind in erster Linie ein Werkzeug für die Organisation deiner Inhalte und die Navigation deiner Besucher. Eine logisch aufgebaute Website-Struktur kann aber auch Suchmaschinen helfen, thematische Zusammenhänge zwischen deinen Inhalten zu verstehen.

WordPress erzeugt für Kategorien eigene Archive. Diese können – abhängig von Theme, SEO-Konfiguration und Umfang der Inhalte – ebenfalls von Suchmaschinen indexiert werden.

Eine Kategorie mit zahlreichen hochwertigen Beiträgen zu einem klar abgegrenzten Thema kann deshalb eine nützliche Übersichtsseite darstellen.

Problematisch wird es dagegen, wenn zahlreiche fast leere Kategorien angelegt werden, in denen jeweils nur ein einziger Beitrag erscheint.

SEO-Grundsatz: Erstelle Kategorien für echte Themenbereiche und nicht für einzelne Keywords. Eine gute Kategorienstruktur entsteht aus deinen Inhalten und der Nutzerführung – nicht aus dem Versuch, möglichst viele zusätzliche URLs für Google zu erzeugen.

Zu viele Kategorien vermeiden #

Ein häufiger Fehler beim Aufbau eines neuen WordPress-Blogs besteht darin, für nahezu jeden Beitrag eine neue Kategorie anzulegen.

Das führt schnell zu einer Struktur wie:

  • WordPress Tipps
  • WordPress Hilfe
  • WordPress Tutorials
  • WordPress Anleitungen
  • WordPress Ratgeber

Solche Kategorien unterscheiden sich inhaltlich kaum und helfen weder Besuchern noch bei der Strukturierung deiner Website.

Besser wäre beispielsweise eine zentrale Kategorie WordPress, in der alle passenden Beiträge gesammelt werden.

Eine Kategorie sollte mehrere Beiträge enthalten können #

Bevor du eine neue Kategorie anlegst, kannst du dir eine einfache Frage stellen:

„Werde ich in Zukunft mehrere Beiträge zu diesem Thema veröffentlichen?“

Wenn die Antwort eindeutig nein lautet, benötigst du dafür wahrscheinlich keine eigene Kategorie.

Eine Kategorie ist eher ein dauerhaftes Regal für mehrere thematisch passende Inhalte als ein Etikett für einen einzelnen Beitrag.

Kategorien in der Navigation verwenden #

Je nach Aufbau deiner Website kannst du Kategorien auch in Menüs oder anderen Navigationsbereichen verwenden.

Bei einem umfangreichen Blog kann beispielsweise ein Menüpunkt direkt zu einem Kategorie-Archiv führen. Besucher gelangen dadurch zu einer Übersicht aller Beiträge dieses Themenbereichs.

Ob das sinnvoll ist, hängt von deiner Website ab. Bei einer Unternehmenswebsite können Kategorien hauptsächlich für den Blog verwendet werden, während die Hauptnavigation weiterhin aus normalen WordPress-Seiten besteht.

Kategorien regelmässig überprüfen #

Mit zunehmendem Umfang eines Blogs verändert sich häufig auch dessen Themenstruktur. Kategorien, die beim Start sinnvoll erschienen, können später überflüssig werden. Andere Themen entwickeln sich möglicherweise so stark, dass eine neue Unterkategorie sinnvoll wird.

Prüfe deshalb gelegentlich:

  • Welche Kategorien enthalten kaum Beiträge?
  • Gibt es mehrere Kategorien mit nahezu identischer Bedeutung?
  • Sind die Kategorien für Besucher verständlich benannt?
  • Gibt es genügend Inhalte für bestehende Unterkategorien?
  • Sind neue Themenbereiche entstanden, die eine eigene Kategorie benötigen?

Eine gute Kategorienstruktur muss nicht von Beginn an perfekt sein. Sie sollte sich aber kontrolliert mit deinen Inhalten entwickeln.

Kategorien passen in die gesamte WordPress-Struktur #

Wenn du WordPress gerade erst kennenlernst, solltest du Kategorien nicht isoliert betrachten. Sie gehören zum grösseren System der WordPress-Inhaltsverwaltung.

Einen allgemeinen Überblick über WordPress, Beiträge, Seiten, Themes und Plugins findest du in unserem Grundlagenartikel Was ist WordPress und wie funktioniert es?.

Wenn du WordPress gerade neu installiert hast, empfehlen wir ausserdem, zunächst die grundlegenden Einstellungen der Website zu konfigurieren, bevor du grössere Mengen an Inhalten veröffentlichst.

Zusammenfassung #

Kategorien helfen dir dabei, WordPress-Beiträge in übersichtliche Themenbereiche einzuordnen. Du erstellst und verwaltest sie unter „Beiträge“ > „Kategorien“ und kannst sie anschliessend einzelnen Blogbeiträgen zuweisen.

Verwende wenige, klar verständliche Kategorien, die tatsächliche Themen deiner Website abbilden. Unterkategorien sind sinnvoll, wenn ein Themenbereich genügend Inhalte besitzt, um eine weitere Unterteilung zu rechtfertigen.

Vermeide zahlreiche nahezu identische oder kaum genutzte Kategorien. Ändere Slugs bereits veröffentlichter Kategorien nur mit Bedacht, da dadurch bestehende URLs verändert werden können. Eine durchdachte Kategorienstruktur verbessert vor allem die Benutzerführung und unterstützt gleichzeitig einen logisch aufgebauten WordPress-Blog.

Letzte Aktualisierung August 27, 2026
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