DNS-Zonen-Editor: A-Records, MX und TXT-Einträge in cPanel verwalten
Mit dem DNS-Zonen-Editor in cPanel verwalten Sie die technischen Einträge Ihrer Domain. Diese Einträge bestimmen unter anderem, auf welchen Server Ihre Website zeigt, welcher Mailserver E-Mails empfängt und welche Dienste Ihre Domain verifizieren dürfen.
Das Domain Name System, kurz DNS, ist ein zentraler Bestandteil jeder Domain. Es übersetzt gut lesbare Domainnamen wie ihredomain.ch in technische Zielinformationen, zum Beispiel in eine IP-Adresse oder in den zuständigen Mailserver. Ohne korrekt konfigurierte DNS-Einträge können Websites, E-Mail-Adressen, Subdomains oder externe Dienste wie Microsoft 365, Google Workspace, Newsletter-Systeme und Verifizierungstools nicht zuverlässig funktionieren.
In cPanel steht Ihnen dafür der Zonen-Editor zur Verfügung. Dort können Sie DNS-Einträge für Domains verwalten, die in Ihrem Hosting-Account vorhanden sind. Besonders häufig werden A-Records, CNAME-Records, MX-Records und TXT-Records benötigt. Dieser Artikel erklärt, was diese Einträge bedeuten, wann Sie sie verwenden und worauf Sie bei Änderungen unbedingt achten sollten.
Falsche DNS-Einträge können dazu führen, dass Ihre Website nicht mehr erreichbar ist, E-Mails nicht mehr zugestellt werden oder externe Dienste nicht mehr funktionieren. Notieren oder kopieren Sie bestehende Werte, bevor Sie Änderungen vornehmen. Löschen Sie DNS-Einträge nur, wenn Sie genau wissen, wofür sie verwendet werden.

Was ist eine DNS-Zone?
Eine DNS-Zone ist der Bereich, in dem die DNS-Einträge einer Domain gespeichert und verwaltet werden. Man kann sie sich wie eine technische Adressdatei vorstellen. In dieser Datei steht zum Beispiel, welche IP-Adresse zur Website gehört, welcher Server E-Mails annimmt oder welcher externe Dienst die Domain verwenden darf.
Wenn ein Besucher Ihre Website öffnet, fragt sein Gerät nicht direkt bei Ihrer Website nach, sondern zuerst im DNS-System: „Wohin zeigt diese Domain?“ Die Antwort kommt aus den DNS-Einträgen. Deshalb ist DNS für Domains, Webhosting und E-Mail so wichtig.
Wichtig: cPanel-DNS wirkt nur bei korrekten Nameservern
Änderungen im cPanel-Zonen-Editor sind nur dann für die Öffentlichkeit relevant, wenn die Domain die DNS-Zone dieses cPanel-Servers beziehungsweise die passenden Nameserver verwendet. Wenn Ihre Domain externe Nameserver nutzt, zum Beispiel bei einem anderen Registrar, Cloudflare oder einem externen DNS-Anbieter, müssen DNS-Änderungen dort vorgenommen werden.
Die wichtigsten DNS-Einträge im Überblick
Im Zonen-Editor sehen Sie je nach cPanel-Version und Berechtigung verschiedene DNS-Record-Typen. Die folgenden Einträge werden in der Praxis besonders häufig benötigt:
A-Record
Verknüpft eine Domain oder Subdomain mit einer IPv4-Adresse. Wird häufig verwendet, um eine Website auf einen bestimmten Webserver zeigen zu lassen.
AAAA-Record
Verknüpft eine Domain oder Subdomain mit einer IPv6-Adresse. Wird verwendet, wenn der Zielserver über IPv6 erreichbar sein soll.
CNAME-Record
Verweist einen Namen auf einen anderen Hostnamen. Typisch ist zum Beispiel www.ihredomain.ch, das auf ihredomain.ch zeigt.
MX-Record
Legt fest, welcher Mailserver E-Mails für Ihre Domain empfängt. Besonders wichtig bei CURIAWEB-Mail, Microsoft 365, Google Workspace oder externen Maildiensten.
TXT-Record
Speichert Textinformationen. Wird häufig für Domain-Verifizierungen, SPF, DKIM, DMARC und andere Sicherheits- oder Authentifizierungsmechanismen verwendet.
SRV-Record
Definiert bestimmte Dienste und Ports. Wird seltener benötigt, kann aber bei speziellen Anwendungen, Telefonie- oder Kollaborationsdiensten relevant sein.
A-Record: Website auf eine IP-Adresse zeigen lassen
Der A-Record gehört zu den wichtigsten DNS-Einträgen. Er verbindet einen Domainnamen mit einer IPv4-Adresse. Wenn Ihre Website bei CURIAWEB gehostet wird, zeigt der A-Record in der Regel auf den Webserver Ihres Hosting-Pakets. Wenn Ihre Website extern betrieben wird, zum Beispiel auf einem anderen Server oder bei einem externen Website-Baukasten, kann ein anderer A-Record notwendig sein.
Typische Beispiele für A-Records:
ihredomain.chzeigt auf die IP-Adresse Ihres Webservers.shop.ihredomain.chzeigt auf einen separaten Server für einen Online-Shop.app.ihredomain.chzeigt auf eine externe Webanwendung.
Ändern Sie den A-Record Ihrer Hauptdomain nur, wenn Sie genau wissen, wohin die Website zeigen soll. Ein falscher A-Record kann dazu führen, dass Ihre Website nicht mehr lädt oder auf einen falschen Server zeigt.
CNAME-Record: Einen Namen auf einen anderen Hostnamen verweisen lassen
Ein CNAME-Record verweist einen DNS-Namen auf einen anderen Hostnamen. Statt direkt eine IP-Adresse einzutragen, geben Sie ein Ziel wie ziel.anbieter.com an. Der CNAME-Eintrag folgt dann diesem Ziel.
Ein typischer Einsatz ist die Subdomain www. Häufig zeigt www.ihredomain.ch per CNAME auf ihredomain.ch. Auch externe Dienste verlangen oft CNAME-Einträge, zum Beispiel Website-Baukästen, Shop-Systeme, Newsletter-Plattformen oder Verifizierungssysteme.
Wichtig: Ein CNAME sollte nicht gleichzeitig mit anderen Record-Typen für exakt denselben Namen verwendet werden. Wenn ein externer Anbieter genaue DNS-Vorgaben macht, sollten diese exakt übernommen werden.
MX-Record: Mailserver für Ihre Domain festlegen
Der MX-Record legt fest, welcher Server E-Mails für Ihre Domain annimmt. Wenn jemand eine Nachricht an info@ihredomain.ch sendet, wird über die MX-Einträge geprüft, welcher Mailserver für diese Domain zuständig ist.
MX-Einträge sind besonders wichtig, wenn Sie E-Mails nicht über den Webhosting-Server, sondern über einen externen Anbieter wie Microsoft 365, Google Workspace oder einen spezialisierten Maildienst verwenden. In diesem Fall erhalten Sie vom Anbieter meistens genaue MX-Werte, die Sie im DNS hinterlegen müssen.
Was bedeutet MX-Priorität?
MX-Einträge besitzen eine Priorität. Je niedriger der Wert, desto höher die Priorität. Ein Mailserver mit Priorität 0 oder 10 wird vor einem Mailserver mit Priorität 20 verwendet. Mehrere MX-Einträge können sinnvoll sein, wenn ein Anbieter primäre und sekundäre Mailserver betreibt.
Wenn Sie Ihre E-Mails über einen externen Anbieter betreiben, müssen nicht nur die MX-Einträge stimmen. Oft sind zusätzlich TXT-Einträge für SPF, DKIM und DMARC erforderlich, damit Ihre E-Mails nicht unnötig im Spam landen oder abgelehnt werden.
TXT-Records: Verifizierung, SPF, DKIM und DMARC
TXT-Records enthalten Textinformationen, die von externen Diensten oder Mailservern ausgewertet werden. Obwohl ein TXT-Eintrag einfach aussieht, ist er in der Praxis sehr wichtig für Sicherheit, E-Mail-Zustellbarkeit und Domain-Verifizierung.
Häufige Einsatzbereiche von TXT-Einträgen sind:
- Domain-Verifizierung: Dienste wie Google Search Console, Microsoft 365 oder andere Plattformen prüfen über TXT-Einträge, ob Sie die Domain kontrollieren.
- SPF: Legt fest, welche Server E-Mails im Namen Ihrer Domain versenden dürfen.
- DKIM: Ermöglicht eine kryptografische Signatur ausgehender E-Mails, sofern vom Maildienst entsprechend eingerichtet.
- DMARC: Gibt empfangenden Mailservern Hinweise, wie sie mit E-Mails umgehen sollen, die SPF- oder DKIM-Prüfungen nicht bestehen.
Gerade bei SPF ist Vorsicht geboten: Pro Domain sollte normalerweise nur ein SPF-TXT-Eintrag vorhanden sein. Mehrere separate SPF-Einträge können zu Problemen führen. Wenn mehrere Dienste E-Mails für Ihre Domain versenden dürfen, müssen diese in einem gemeinsamen SPF-Eintrag zusammengeführt werden.
Schritt-für-Schritt: DNS-Eintrag in cPanel hinzufügen
- Melden Sie sich in Ihrem cPanel-Konto an.
- Öffnen Sie im Bereich Domains den Zonen-Editor.
- Suchen Sie die gewünschte Domain in der Liste.
- Klicken Sie neben der Domain auf Verwalten.
- Klicken Sie auf Eintrag hinzufügen oder wählen Sie direkt den gewünschten Record-Typ aus, sofern cPanel diese Schnelloption anzeigt.
- Tragen Sie den Namen ein, zum Beispiel
www,shopoder die vollständige Domain. - Prüfen Sie den TTL-Wert. Wenn Sie keine besonderen Vorgaben haben, kann der Standardwert in der Regel beibehalten werden.
- Wählen Sie den passenden Typ, zum Beispiel A, CNAME, MX oder TXT.
- Tragen Sie den Zielwert ein, zum Beispiel eine IP-Adresse, einen Hostnamen, einen Mailserver oder einen Verifizierungstext.
- Klicken Sie auf Eintrag speichern.
Schritt-für-Schritt: Bestehenden DNS-Eintrag bearbeiten
- Öffnen Sie in cPanel den Zonen-Editor.
- Klicken Sie bei der betreffenden Domain auf Verwalten.
- Suchen Sie den Eintrag, den Sie ändern möchten.
- Nutzen Sie bei Bedarf die Filter- oder Suchfunktion, um nach A-, CNAME-, MX- oder TXT-Einträgen zu filtern.
- Klicken Sie beim gewünschten Eintrag auf Bearbeiten.
- Ändern Sie den Wert sorgfältig.
- Speichern Sie die Änderung.
- Prüfen Sie anschliessend, ob Website, E-Mail oder externer Dienst weiterhin korrekt funktionieren.
Was bedeutet TTL?
TTL steht für Time To Live. Der Wert gibt an, wie lange DNS-Resolver einen Eintrag zwischenspeichern dürfen. Ein typischer Wert ist zum Beispiel 14400 Sekunden. Das entspricht vier Stunden.
Ein niedriger TTL-Wert kann bei geplanten Umstellungen hilfreich sein, weil Änderungen schneller übernommen werden. Ein höherer TTL-Wert reduziert DNS-Abfragen und ist bei stabilen Einträgen üblich. Wenn Sie keine besondere Umstellung planen, sollten Sie den Standardwert in cPanel meistens beibehalten.
DNS-Propagation: Warum Änderungen nicht sofort sichtbar sind
DNS-Änderungen sind nicht immer sofort weltweit sichtbar. Viele Internetanbieter, Betriebssysteme, Browser und DNS-Resolver speichern DNS-Antworten für eine gewisse Zeit zwischen. Dieser Vorgang wird oft als DNS-Propagation bezeichnet.
In vielen Fällen sind Änderungen innerhalb weniger Minuten bis Stunden sichtbar. Je nach TTL, Provider, Cache und DNS-Struktur kann es aber auch länger dauern. Während dieser Zeit kann es vorkommen, dass manche Besucher bereits die neue Konfiguration sehen, während andere noch die alte Antwort erhalten.
Wenn Sie prüfen möchten, ob ein DNS-Eintrag weltweit sichtbar ist, können Sie externe DNS-Prüftools verwenden. Beachten Sie jedoch, dass solche Tools nur eine Momentaufnahme liefern und nicht alle lokalen Cache-Situationen abbilden.
Typische Fehler im DNS-Zonen-Editor
1. DNS in cPanel geändert, obwohl externe Nameserver aktiv sind
Wenn Ihre Domain externe Nameserver verwendet, haben Änderungen im cPanel-Zonen-Editor möglicherweise keine Wirkung auf die öffentliche DNS-Auflösung. Prüfen Sie zuerst, wo die autoritative DNS-Zone Ihrer Domain verwaltet wird.
2. Falscher A-Record
Ein falsch gesetzter A-Record kann dazu führen, dass Ihre Website auf einen falschen Server zeigt oder nicht erreichbar ist. Verwenden Sie nur IP-Adressen, die Ihnen vom zuständigen Hosting- oder Dienstanbieter genannt wurden.
3. MX-Einträge ohne passende E-Mail-Konfiguration
MX-Einträge allein reichen nicht immer aus. Wenn ein externer Maildienst verwendet wird, müssen oft zusätzlich SPF-, DKIM- und DMARC-Einträge gesetzt werden. Ausserdem muss beim jeweiligen Maildienst die Domain korrekt eingerichtet sein.
4. Mehrere widersprüchliche SPF-Einträge
Mehrere separate SPF-Einträge für dieselbe Domain können Probleme verursachen. Besser ist ein einzelner korrekt kombinierter SPF-Eintrag, der alle berechtigten Versanddienste enthält.
5. Punkt am Ende eines Hostnamens falsch interpretiert
DNS-Systeme verwenden häufig vollständig qualifizierte Domainnamen mit einem abschliessenden Punkt, zum Beispiel mail.ihredomain.ch.. cPanel ergänzt oder interpretiert dies je nach Feld automatisch. Übernehmen Sie externe Vorgaben sorgfältig und achten Sie darauf, ob ein Ziel als vollständiger Hostname angegeben ist.
Wann sollten Sie den CURIAWEB-Support kontaktieren?
DNS ist technisch anspruchsvoll, weil kleine Änderungen grosse Auswirkungen haben können. Kontaktieren Sie den CURIAWEB-Support, wenn Sie unsicher sind, ob ein Eintrag korrekt ist, wenn Ihre Website nach einer Änderung nicht mehr erreichbar ist oder wenn E-Mails plötzlich nicht mehr ankommen.
Besonders bei Umstellungen auf externe Dienste wie Microsoft 365, Google Workspace, externe Shop-Systeme oder Website-Baukästen ist eine sorgfältige Prüfung sinnvoll. Senden Sie dem Support am besten die DNS-Vorgaben des externen Anbieters, damit die Einträge sauber geprüft werden können.
Häufige Fragen zum DNS-Zonen-Editor
Wie lange dauert es, bis eine DNS-Änderung aktiv ist?
Häufig sind Änderungen innerhalb weniger Minuten bis Stunden sichtbar. Je nach TTL, DNS-Cache und Provider kann es jedoch länger dauern, bis die Änderung überall greift.
Kann ich DNS-Einträge gefahrlos löschen?
Nein. Löschen Sie Einträge nur, wenn Sie sicher sind, dass sie nicht mehr benötigt werden. Ein gelöschter MX-Record kann beispielsweise den E-Mail-Empfang beeinträchtigen.
Warum zeigt meine Website nach einer DNS-Änderung noch auf den alten Server?
Mögliche Ursachen sind DNS-Cache, ein noch nicht abgelaufener TTL-Wert, externe Nameserver oder ein falsch gesetzter Eintrag.
Kann CURIAWEB meine DNS-Zone prüfen?
Ja, der CURIAWEB-Support kann Ihre DNS-Konfiguration prüfen, sofern die Domain und die Zone entsprechend verwaltbar sind. Bei externen DNS-Anbietern können zusätzlich Zugang oder Screenshots der dortigen Einstellungen erforderlich sein.
Neue Domain registrieren
Damit Sie DNS-Einträge wie A-Records, MX-Records oder TXT-Records sinnvoll verwalten können, benötigen Sie eine registrierte Domain. Bei CURIAWEB können Sie Ihre Wunschdomain direkt online prüfen und registrieren.