So erstellen Sie ein einfaches Kontaktformular in WordPress
Ein Kontaktformular gehört zu den wichtigsten Elementen einer professionellen WordPress-Website. Es ermöglicht Besucherinnen und Besuchern, schnell und unkompliziert mit Ihnen Kontakt aufzunehmen, ohne ein eigenes E-Mail-Programm öffnen zu müssen. Gerade für Unternehmen, Vereine, Selbstständige, Praxen, Restaurants, Dienstleister oder Online-Shops ist ein gut funktionierendes Formular oft der erste direkte Kontaktpunkt zu potenziellen Kunden.
In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie ein einfaches Kontaktformular in WordPress erstellen, welches Plugin sich dafür eignet, welche Felder sinnvoll sind und worauf Sie beim sicheren E-Mail-Versand achten sollten. Zusätzlich erhalten Sie praktische Hinweise zu Datenschutz, Spam-Schutz, Zustellbarkeit und Suchmaschinenoptimierung.
Warum ein Kontaktformular auf Ihrer Website wichtig ist
Ein Kontaktformular senkt die Hürde zur Kontaktaufnahme. Besucher müssen keine E-Mail-Adresse kopieren, kein Mailprogramm öffnen und keine eigene Nachricht manuell vorbereiten. Stattdessen können sie direkt auf Ihrer Website eine Anfrage senden. Das ist besonders wichtig, wenn Sie über Ihre Website neue Kunden gewinnen möchten.
Ein weiterer Vorteil: Sie können mit Formularfeldern gezielt die Informationen abfragen, die Sie für eine sinnvolle Antwort benötigen. Beispielsweise können Sie nach dem Namen, der E-Mail-Adresse, dem Betreff, der Telefonnummer, dem gewünschten Rückrufzeitpunkt oder dem konkreten Anliegen fragen. Dadurch sparen Sie Zeit bei der Bearbeitung und erhalten strukturierte Anfragen.
1. Das richtige Formular-Plugin auswählen
Da WordPress von Haus aus keine vollständige Formularfunktion mitbringt, benötigen Sie ein Plugin. Für einfache Kontaktformulare eignen sich vor allem folgende Lösungen:
- WPForms: Besonders einsteigerfreundlich, mit visueller Oberfläche und einfachen Vorlagen.
- Contact Form 7: Sehr verbreitet, flexibel und schlank, aber etwas technischer in der Bedienung.
- Ninja Forms: Ebenfalls benutzerfreundlich und modular erweiterbar.
- Formularfunktionen von Pagebuildern: Elementor Pro, Divi oder ähnliche Builder bringen teilweise eigene Formularmodule mit.
Für Einsteiger ist WPForms häufig die einfachste Wahl. Wer möglichst viel Kontrolle möchte und sich mit Shortcodes und E-Mail-Vorlagen auskennt, kann auch Contact Form 7 verwenden.
2. Plugin in WordPress installieren
Loggen Sie sich zuerst in Ihr WordPress-Dashboard ein. Gehen Sie anschliessend zu Plugins > Installieren. Geben Sie im Suchfeld den Namen des gewünschten Formular-Plugins ein, zum Beispiel WPForms oder Contact Form 7.
Klicken Sie danach auf Jetzt installieren und anschliessend auf Aktivieren. Nach der Aktivierung erscheint im WordPress-Menü meist ein neuer Menüpunkt für das Formular-Plugin. Dort können Sie Ihr erstes Kontaktformular erstellen.
3. Neues Kontaktformular erstellen
Erstellen Sie nun ein neues Formular. Viele Plugins bieten dafür bereits eine Vorlage mit dem Namen „Einfaches Kontaktformular“ oder „Simple Contact Form“. Diese Vorlage enthält in der Regel bereits die wichtigsten Felder.
Für ein klassisches Kontaktformular reichen meistens folgende Felder aus:
- Name: Damit Sie wissen, wer Sie kontaktiert.
- E-Mail-Adresse: Wichtig für Ihre Antwort. Dieses Feld sollte ein Pflichtfeld sein.
- Telefonnummer: Optional, falls Sie Rückrufe anbieten möchten.
- Betreff: Hilft Ihnen, die Anfrage schneller einzuordnen.
- Nachricht: Das zentrale Textfeld für das Anliegen des Besuchers.
- Datenschutz-Bestätigung: Empfehlenswert, damit Besucher der Verarbeitung ihrer Angaben zustimmen können.
4. Formular-Einstellungen prüfen
Nach dem Erstellen des Formulars sollten Sie die Einstellungen sorgfältig prüfen. Besonders wichtig ist die Empfängeradresse. Diese legt fest, an welche E-Mail-Adresse neue Formularanfragen gesendet werden.
Prüfen Sie ausserdem den Betreff der Benachrichtigungs-E-Mail. Ein sinnvoller Betreff wäre zum Beispiel:
Neue Anfrage über das Kontaktformular Ihrer Website
Viele Plugins erlauben es ausserdem, die eingegebenen Formulardaten automatisch in die E-Mail einzufügen. Dadurch sehen Sie direkt den Namen, die E-Mail-Adresse, den Betreff und die Nachricht des Absenders.
5. Kontaktformular auf einer Seite einbinden
Nachdem das Formular erstellt wurde, müssen Sie es auf Ihrer Website einfügen. Die meisten Formular-Plugins erzeugen dafür einen sogenannten Shortcode. Dieser sieht zum Beispiel so aus:
[wpforms id="123"]
Kopieren Sie diesen Shortcode und öffnen Sie anschliessend die Seite, auf der das Formular erscheinen soll. Häufig ist das eine Seite mit dem Namen Kontakt. Fügen Sie den Shortcode dort in den WordPress-Editor ein und speichern oder aktualisieren Sie die Seite.
Wenn Sie den Gutenberg-Editor verwenden, können Sie alternativ einen Shortcode-Block oder den eigenen Formular-Block des Plugins nutzen. Bei Pagebuildern wie Elementor oder Divi gibt es oft ein eigenes Modul, über das Sie das gewünschte Formular auswählen können.
6. Testnachricht senden
Bevor Sie das Formular öffentlich bewerben, sollten Sie unbedingt eine Testnachricht senden. Öffnen Sie Ihre Kontaktseite im Browser und füllen Sie das Formular so aus, als wären Sie ein Besucher. Prüfen Sie danach, ob die Nachricht korrekt bei Ihnen ankommt.
Achten Sie dabei auf folgende Punkte:
- Wird die Nachricht an die richtige E-Mail-Adresse gesendet?
- Ist der Betreff verständlich?
- Sind alle Formularfelder in der E-Mail enthalten?
- Landet die Nachricht im Posteingang oder im Spam-Ordner?
- Erhält der Absender optional eine Bestätigung?
7. SMTP-Versand für bessere Zustellbarkeit einrichten
Ein häufiger Fehler bei WordPress-Kontaktformularen ist der Versand über die Standard-Mailfunktion von PHP. Diese funktioniert zwar in manchen Fällen, ist aber nicht immer zuverlässig. Nachrichten können im Spam landen oder gar nicht zugestellt werden.
Die bessere Lösung ist der Versand über SMTP. Dabei verwendet WordPress ein echtes E-Mail-Konto für den Versand. Das verbessert die Zustellbarkeit deutlich und sorgt dafür, dass Formularnachrichten professioneller verarbeitet werden.
8. Spam-Schutz aktivieren
Kontaktformulare werden häufig von Spam-Bots missbraucht. Deshalb sollten Sie einen passenden Spam-Schutz aktivieren. Viele Formular-Plugins unterstützen Sicherheitsfunktionen wie Honeypot-Felder, Captcha-Lösungen oder Integrationen mit Anti-Spam-Diensten.
Ein einfacher Honeypot-Schutz ist für viele Websites bereits ausreichend. Dabei wird ein unsichtbares Feld eingebaut, das normale Besucher nicht ausfüllen. Bots füllen dieses Feld jedoch oft automatisch aus, wodurch Spam-Anfragen erkannt und blockiert werden können.
9. Datenschutz und Pflichtangaben beachten
Wenn Besucher über ein Kontaktformular personenbezogene Daten übermitteln, sollten Sie transparent erklären, wie diese Daten verarbeitet werden. In vielen Fällen ist eine Checkbox zur Zustimmung zur Datenschutzerklärung sinnvoll. Der Text könnte zum Beispiel lauten:
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin mit der Verarbeitung meiner Angaben zur Kontaktaufnahme einverstanden.
Verlinken Sie dabei Ihre Datenschutzerklärung. So schaffen Sie Vertrauen und zeigen Ihren Besuchern, dass Sie verantwortungsvoll mit ihren Daten umgehen.
10. SEO- und GEO-Vorteile eines guten Kontaktformulars
Ein Kontaktformular ist nicht nur praktisch, sondern kann auch indirekt zur Suchmaschinenoptimierung beitragen. Eine gut strukturierte Kontaktseite mit klaren Informationen zu Ihrem Unternehmen, Ihren Leistungen, Ihrer Region und Ihren Kontaktmöglichkeiten hilft Suchmaschinen und KI-Systemen dabei, Ihre Website besser zu verstehen.
Für lokale Unternehmen empfiehlt es sich, auf der Kontaktseite auch den Standort, das Einzugsgebiet und relevante Dienstleistungen zu nennen. Wenn Sie beispielsweise Kunden in der Schweiz, in Graubünden, St. Gallen oder anderen Regionen bedienen, kann dies auf der Kontaktseite sinnvoll erwähnt werden.
Auch für moderne KI-Suchsysteme ist eine klare Struktur wichtig. Verwenden Sie eindeutige Überschriften, beantworten Sie typische Fragen direkt und formulieren Sie Inhalte so, dass sie auch ohne Kontext verständlich sind.
Häufige Fragen zum WordPress-Kontaktformular
Brauche ich für ein Kontaktformular zwingend ein Plugin?
In den meisten Fällen ja. WordPress bietet standardmässig keine vollständige Formularfunktion. Mit einem Plugin können Sie Formulare deutlich einfacher erstellen, verwalten und absichern.
Warum kommen Formularnachrichten nicht an?
Häufig liegt das an einer fehlenden oder fehlerhaften SMTP-Konfiguration. Wenn WordPress E-Mails über die Standardfunktion versendet, kann es zu Zustellproblemen kommen. Ein SMTP-Plugin kann dieses Problem meist beheben.
Welches Formular-Plugin ist für Einsteiger geeignet?
Für Einsteiger ist WPForms eine beliebte Wahl, da es eine einfache Oberfläche und fertige Vorlagen bietet. Contact Form 7 ist ebenfalls sehr bekannt, erfordert aber etwas mehr technisches Verständnis.
Wie schütze ich mein Formular vor Spam?
Aktivieren Sie Honeypot-Schutz, Captcha oder andere Anti-Spam-Funktionen Ihres Formular-Plugins. Zusätzlich sollten Sie unnötige Pflichtfelder vermeiden und Ihr Formular regelmässig testen.
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