Warum VPNs im Unternehmensalltag sinnvoll sind

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Silvio Mazenauer
VPN für Unternehmen mit verschlüsselter Verbindung für Homeoffice und mobiles Arbeiten

Homeoffice, mobiles Arbeiten und der Zugriff auf Unternehmensdaten von unterwegs gehören für viele Schweizer KMU längst zum Alltag. Mitarbeitende arbeiten zu Hause, im Zug, im Hotel oder beim Kunden und verbinden sich dabei über unterschiedlichste Netzwerke mit Online-Diensten.

Damit stellt sich eine wichtige Frage: Wie lassen sich Daten und Internetverbindungen ausserhalb des Firmennetzwerks besser schützen?

Ein VPN kann dabei eine sinnvolle zusätzliche Sicherheitsebene schaffen. Allerdings ist ein Virtual Private Network kein Allheilmittel. Entscheidend ist zu verstehen, was ein VPN schützt, wann Unternehmen davon profitieren und wo seine Grenzen liegen.

Was ist ein VPN?

VPN steht für Virtual Private Network. Vereinfacht gesagt wird zwischen dem verwendeten Endgerät und einem VPN-Server eine verschlüsselte Verbindung aufgebaut.

Der Internetverkehr wird über diese Verbindung übertragen. Dadurch können Daten insbesondere in fremden oder nicht vertrauenswürdigen Netzwerken besser vor dem Mitlesen geschützt werden.

Für den Benutzer geschieht das normalerweise im Hintergrund: VPN-Verbindung aktivieren und anschliessend wie gewohnt arbeiten.

Warum kann ein VPN für Unternehmen sinnvoll sein?

Die klassische Vorstellung eines Unternehmensnetzwerks mit festem Büro, lokalen Computern und klar abgegrenzter Infrastruktur entspricht heute längst nicht mehr jedem Arbeitsalltag.

Mitarbeitende greifen beispielsweise von folgenden Orten auf Geschäftsdaten zu:

  • Homeoffice
  • Hotels und Ferienwohnungen
  • Flughäfen und Bahnhöfe
  • öffentliche WLAN-Netzwerke
  • Kunden- und Partnerstandorte
  • Mobilfunkverbindungen

Ein VPN kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn nicht vollständig kontrolliert werden kann, über welches Netzwerk eine Verbindung hergestellt wird.

Öffentliche WLAN-Netzwerke: Ein typisches Einsatzgebiet

Kostenloses WLAN im Hotel, Restaurant oder am Flughafen ist praktisch. Unternehmen haben jedoch normalerweise keine Kontrolle darüber, wie dieses Netzwerk eingerichtet und abgesichert wurde.

Ein VPN verschlüsselt die Verbindung zwischen Endgerät und VPN-Server. Dadurch wird eine zusätzliche Schutzschicht geschaffen, wenn Mitarbeitende über fremde Netzwerke auf das Internet zugreifen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass durch die Verwendung eines VPN automatisch jede Internetaktivität sicher wird. Auch mit VPN bleiben sichere Websites, aktuelle Software und ein verantwortungsvoller Umgang mit Zugangsdaten notwendig.

VPN im Homeoffice

Auch im Homeoffice kann ein VPN sinnvoll sein. Das gilt insbesondere dann, wenn Mitarbeitende regelmässig mit geschäftlichen Daten arbeiten oder auf Unternehmensressourcen zugreifen.

Je nach technischer Infrastruktur kommen dabei unterschiedliche VPN-Konzepte zum Einsatz. Ein Unternehmens-VPN kann beispielsweise einen geschützten Zugang zu internen Systemen ermöglichen. Ein kommerzieller VPN-Dienst dagegen schützt primär die Internetverbindung des jeweiligen Endgeräts.

Diese beiden Einsatzgebiete sollte man nicht miteinander verwechseln.

Was schützt ein VPN – und was nicht?

Beim Thema VPN entstehen schnell falsche Erwartungen. Ein VPN verbessert die Sicherheit der Datenübertragung, ersetzt aber keine umfassende IT-Sicherheitsstrategie.

Ein VPN kann unter anderem:

  • Internetverkehr zwischen Endgerät und VPN-Server verschlüsseln
  • die Nutzung fremder Netzwerke besser absichern
  • die öffentliche IP-Adresse gegenüber besuchten Diensten verändern
  • mobiles Arbeiten um eine zusätzliche Sicherheitsebene ergänzen

Ein VPN schützt dagegen nicht automatisch vor:

  • Phishing
  • unsicheren Passwörtern
  • Schadsoftware auf dem Endgerät
  • kompromittierten Benutzerkonten
  • veralteter Software
  • Errate configurazioni

Wer beispielsweise seine Zugangsdaten auf einer gefälschten Login-Seite eingibt, ist nicht dadurch geschützt, dass gleichzeitig ein VPN aktiv ist.

VPN und sichere Passwörter gehören zusammen

Ein verschlüsselter Übertragungsweg hilft wenig, wenn Benutzerkonten mit schwachen oder mehrfach verwendeten Passwörtern geschützt sind.

Für Unternehmen empfiehlt sich deshalb eine Kombination aus unterschiedlichen Sicherheitsmassnahmen. Dazu gehören starke, einzigartige Passwörter, Mehrfaktor-Authentifizierung und eine kontrollierte Verwaltung der Zugangsdaten.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber Was ist ein Passwort-Manager und warum ist er sinnvoll? .

E-Mail-Sicherheit bleibt ebenfalls wichtig

Auch die geschäftliche E-Mail-Kommunikation wird durch ein VPN nicht automatisch vor Spam, Phishing oder schädlichen Anhängen geschützt.

Dafür sind separate Schutzmechanismen notwendig, die eingehende Nachrichten analysieren und verdächtige Inhalte möglichst bereits vor dem Posteingang erkennen.

Informationen dazu finden Sie unter E-Mail-Sicherheit und Spamschutz .

VPN und Datenschutz: Wem vertraue ich meinen Datenverkehr an?

Bei der Wahl eines VPN-Anbieters sollte nicht nur der Preis betrachtet werden. Schliesslich wird ein erheblicher Teil des Internetverkehrs über die Infrastruktur dieses Anbieters geleitet.

Unternehmen sollten deshalb unter anderem prüfen:

  • welche Verschlüsselungsverfahren eingesetzt werden
  • welche Datenschutzrichtlinien gelten
  • welche Informationen protokolliert werden
  • wo der Anbieter seinen Sitz hat
  • welche Geräte und Betriebssysteme unterstützt werden
  • wie Benutzer und Geräte verwaltet werden können

Ein VPN verschiebt einen Teil des Vertrauens vom lokalen Netzwerk zum VPN-Anbieter. Deshalb sollte dieser Anbieter bewusst ausgewählt werden.

Braucht jedes KMU ein VPN?

Nein. Ein VPN nur deshalb einzusetzen, weil es als grundsätzlich sicher gilt, ist keine sinnvolle IT-Strategie.

Arbeiten sämtliche Mitarbeitenden ausschliesslich an kontrollierten Arbeitsplätzen und werden keine entsprechenden externen Zugriffe benötigt, kann der Nutzen begrenzt sein.

Anders sieht es bei Unternehmen aus, deren Mitarbeitende regelmässig mobil arbeiten, auf Geschäftsreisen sind oder fremde WLAN-Netzwerke verwenden. Hier kann ein VPN eine unkomplizierte zusätzliche Sicherheitsebene darstellen.

VPN als Teil einer mehrschichtigen Sicherheitsstrategie

Unternehmenssicherheit sollte nicht von einer einzelnen Technologie abhängen. Sinnvoll ist vielmehr das Zusammenspiel mehrerer Schutzmassnahmen.

  • VPN für geschützte Verbindungen
  • Passwort-Manager für einzigartige Zugangsdaten
  • Mehrfaktor-Authentifizierung für wichtige Konten
  • E-Mail-Schutz gegen Spam und Phishing
  • regelmässige Updates
  • Backups wichtiger Daten und Systeme

Fällt eine Schutzschicht aus oder wird umgangen, bleiben dadurch weitere Sicherheitsmechanismen bestehen.

VPN-Lösungen bei CURIAWEB

Für Unternehmen, Selbstständige und Privatpersonen, die ihre Internetverbindungen zusätzlich absichern möchten, bietet CURIAWEB passende VPN-Lösungen an.

Weitere Informationen zu Funktionen und Einsatzmöglichkeiten finden Sie unter VPN-Lösungen für Unternehmen und Privatpersonen .

Fazit: VPN ja – aber für den richtigen Zweck

Ein VPN ist kein magischer Schutzschild für sämtliche IT-Risiken. Richtig eingesetzt erfüllt es jedoch eine konkrete und wichtige Aufgabe: Es schafft eine verschlüsselte Verbindung und kann insbesondere beim mobilen Arbeiten und in fremden Netzwerken eine zusätzliche Sicherheitsebene bieten.

Für Unternehmen sollte ein VPN deshalb nicht isoliert betrachtet werden, sondern zusammen mit sicheren Passwörtern, Mehrfaktor-Authentifizierung, E-Mail-Schutz, Updates und Backups.

Wer häufig ausserhalb einer kontrollierten Unternehmensumgebung arbeitet, hat einen guten Grund, den Einsatz eines VPN zu prüfen.

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