Links in WordPress richtig setzen: Interne Verlinkung, externe Links und saubere URLs

Links gehören zu den wichtigsten Bausteinen jeder Website. Sie verbinden Inhalte miteinander, führen Besucher zu weiterführenden Informationen, stärken die Navigation und helfen Suchmaschinen dabei, die Struktur Ihrer Website zu verstehen. In WordPress lassen sich Links einfach einfügen – dennoch sollten sie bewusst gesetzt werden.

Ein guter Link ist nicht nur technisch korrekt. Er hat einen klaren Zweck, verwendet einen aussagekräftigen Linktext, führt auf eine passende Zielseite und vermeidet unnötige Fehler wie tote Links, falsche Weiterleitungen oder unklare URL-Strukturen.

Kurz erklärt: Interne Links verbinden Inhalte innerhalb Ihrer Website. Externe Links führen zu anderen Websites. Permalinks sind die dauerhaften URLs Ihrer eigenen Beiträge und Seiten.

Warum Links für WordPress-Websites wichtig sind

Links haben mehrere Aufgaben. Sie helfen Besuchern, sich auf Ihrer Website zurechtzufinden, und zeigen Suchmaschinen, welche Inhalte zusammengehören. Gerade bei Blogs, Knowledgebases und Unternehmenswebsites ist eine saubere interne Verlinkung ein wichtiger Qualitätsfaktor.

Gute Links verbessern:

  • Navigation und Nutzerführung,
  • Verständlichkeit komplexer Themen,
  • Auffindbarkeit älterer Beiträge,
  • SEO-Struktur,
  • Verteilung interner Relevanzsignale,
  • Verweildauer,
  • Conversion-Pfade,
  • Zugänglichkeit für Nutzer und Suchmaschinen.

Schlecht gesetzte Links können dagegen verwirren, zu Fehlerseiten führen oder Besucher unnötig von Ihrer Website wegführen.

1. Links im WordPress-Editor einfügen

Im modernen WordPress-Editor können Sie Links direkt im Text einfügen. Das funktioniert sowohl bei Beiträgen als auch bei Seiten.

So gehen Sie vor:

  1. Öffnen Sie den gewünschten Beitrag oder die gewünschte Seite.
  2. Markieren Sie das Wort oder den Satz, der verlinkt werden soll.
  3. Klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Link-Symbol.
  4. Alternativ nutzen Sie die Tastenkombination Strg + K unter Windows oder Cmd + K auf dem Mac.
  5. Geben Sie eine URL ein oder suchen Sie nach einer bestehenden Seite Ihrer Website.
  6. Bestätigen Sie den Link.
  7. Speichern oder aktualisieren Sie den Beitrag.

Wenn Sie interne Inhalte verlinken, müssen Sie die vollständige URL nicht manuell eintippen. Geben Sie einfach einen Teil des Seitentitels ein. WordPress schlägt Ihnen passende Beiträge und Seiten automatisch vor.

2. Gute Linktexte verwenden

Der sichtbare Text eines Links wird Ankertext oder Linktext genannt. Er sollte klar beschreiben, wohin der Link führt. Das hilft Besuchern, Screenreadern und Suchmaschinen.

Schlechter Linktext Besserer Linktext
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Diese Seite cPanel-Dateimanager öffnen und Dateien bearbeiten

Gute Linktexte sind eindeutig, natürlich formuliert und nicht künstlich mit Keywords überladen.

3. Interne Links richtig nutzen

Interne Links führen zu anderen Bereichen Ihrer eigenen Website. Sie sind besonders wertvoll, weil sie Besucher durch Ihre Inhalte führen und Suchmaschinen helfen, Zusammenhänge zu erkennen.

Interne Links eignen sich für:

  • weiterführende Anleitungen,
  • verwandte Blogartikel,
  • Produkt- oder Leistungsseiten,
  • Kontaktseiten,
  • FAQ-Bereiche,
  • Knowledgebase-Artikel,
  • Kategorien und Themenübersichten.

Beispiel: Ein Artikel über WordPress-Bilder kann auf Beiträge zur Mediathek, Bildoptimierung und Speicherplatzverwaltung verlinken.

4. Interne Verlinkung strategisch planen

Interne Links sollten nicht zufällig gesetzt werden. Überlegen Sie, welche Inhalte thematisch zusammengehören und welche Seiten besonders wichtig sind.

Gute interne Verlinkung beantwortet Fragen wie:

  • Welche weiterführende Anleitung hilft dem Leser jetzt?
  • Welche wichtige Seite soll gestärkt werden?
  • Welche alten Beiträge passen thematisch zum neuen Artikel?
  • Welche Inhalte erklären Begriffe genauer?
  • Welche Leistungsseite passt zum Problem des Lesers?

Bei einer Knowledgebase ist interne Verlinkung besonders wichtig, weil viele Artikel aufeinander aufbauen.

5. Externe Links sinnvoll setzen

Externe Links führen zu anderen Websites. Sie können hilfreich sein, wenn Sie auf offizielle Dokumentationen, Herstellerseiten, Behördeninformationen oder vertrauenswürdige Quellen verweisen.

Externe Links sind sinnvoll bei:

  • offiziellen Dokumentationen,
  • Quellenangaben,
  • rechtlichen oder technischen Referenzen,
  • Plugin- oder Theme-Herstellerseiten,
  • Downloadseiten offizieller Anbieter,
  • Behördeninformationen.

Verlinken Sie nicht wahllos auf fremde Seiten. Prüfen Sie, ob die Quelle seriös, aktuell und thematisch passend ist.

6. Externe Links in neuem Tab öffnen?

Viele Website-Betreiber öffnen externe Links in einem neuen Tab, damit die eigene Website im Hintergrund geöffnet bleibt. Das kann sinnvoll sein, sollte aber bewusst eingesetzt werden.

Empfehlung:

  • Interne Links: meist im gleichen Tab öffnen.
  • Externe Links: je nach Kontext in neuem Tab öffnen.
  • Downloads: häufig in neuem Tab oder als Download bereitstellen.
  • Formulare oder Checkout-Seiten: Nutzer möglichst nicht unnötig wegführen.
Praxis-Tipp: Wenn Sie auf eine externe Website verlinken, können Sie in den Link-Einstellungen „In neuem Tab öffnen“ aktivieren. Bei internen Links ist das meist nicht nötig.

7. Links zu Downloads und PDFs

WordPress ermöglicht auch Links zu PDF-Dateien, Bildern oder anderen Downloads in der Mediathek. Das ist praktisch für Preislisten, Anleitungen, Formulare, Produktdatenblätter oder Broschüren.

Achten Sie bei Download-Links auf:

  • klaren Linktext,
  • aktuelle Datei,
  • sinnvollen Dateinamen,
  • nicht zu grosse Dateigrösse,
  • korrekte Version,
  • keine sensiblen Informationen,
  • funktionierende URL nach Dateiänderungen.

Beispiel für einen guten Linktext: Aktuelle Preisliste als PDF herunterladen.

8. Permalinks verstehen

Ein Permalink ist die dauerhafte URL eines Beitrags, einer Seite oder eines anderen Inhalts. Eine saubere Permalink-Struktur ist wichtig, weil URLs sichtbar, teilbar und suchmaschinenrelevant sind.

Beispiel für eine wenig hilfreiche URL:

https://www.ihredomain.ch/?p=123

Beispiel für eine bessere URL:

https://www.ihredomain.ch/wordpress-bilder-einfuegen/

Eine sprechende URL ist für Besucher verständlicher und kann Suchmaschinen helfen, das Thema einer Seite besser einzuordnen.

9. Permalink-Struktur einstellen

Die Permalink-Einstellungen finden Sie unter:

Einstellungen > Permalinks

Für viele Websites ist die Option Beitragsname eine gute Wahl. Dadurch entstehen kurze und sprechende URLs.

Empfohlener Ablauf bei neuen Websites:

  1. Direkt nach der WordPress-Installation zu Einstellungen > Permalinks gehen.
  2. Option Beitragsname auswählen.
  3. Änderungen speichern.
  4. Erst danach mit dem Aufbau der Website beginnen.
Achtung: Ändern Sie die Permalink-Struktur einer bereits etablierten Website nicht ohne Planung. Alte URLs können sonst ins Leere führen und 404-Fehler erzeugen.

10. Bestehende URLs nicht unnötig ändern

Wenn ein Beitrag bereits veröffentlicht, verlinkt oder bei Google indexiert ist, sollte die URL nicht leichtfertig geändert werden. Jede Änderung kann bestehende Links beschädigen.

Ändern Sie URLs nur, wenn:

  • die alte URL klar falsch ist,
  • eine bessere Struktur dringend nötig ist,
  • ein Relaunch geplant ist,
  • eine Weiterleitung eingerichtet wird,
  • Sie die Auswirkungen prüfen können.

Wenn Sie eine URL ändern, richten Sie eine 301-Weiterleitung von der alten auf die neue Adresse ein.

11. 301-Weiterleitungen bei gelöschten oder verschobenen Inhalten

Eine 301-Weiterleitung teilt Browsern und Suchmaschinen mit, dass eine Seite dauerhaft an eine neue Adresse verschoben wurde. Das ist wichtig, wenn alte URLs nicht mehr existieren.

Weiterleitungen sind sinnvoll bei:

  • geänderten Permalinks,
  • gelöschten Beiträgen mit Ersatzinhalt,
  • zusammengelegten Artikeln,
  • Relaunches,
  • geänderten Kategorie-URLs,
  • Domainwechseln,
  • Umzug von alten HTML-Seiten zu WordPress.

Leiten Sie immer auf die passendste neue Seite weiter, nicht pauschal auf die Startseite.

12. Tote Links vermeiden

Tote Links führen auf Seiten, die nicht mehr existieren. Sie erzeugen 404-Fehler und verschlechtern die Nutzererfahrung. Besonders in älteren Blogs und Knowledgebases entstehen tote Links mit der Zeit fast automatisch.

Ursachen für tote Links:

  • gelöschte Beiträge,
  • geänderte URLs,
  • externe Quellen verschwinden,
  • PDFs werden ersetzt,
  • Domainwechsel,
  • falsch geschriebene URLs,
  • alte interne Links nach Relaunch.

Prüfen Sie wichtige Seiten regelmässig auf defekte Links, besonders nach grösseren Änderungen.

13. Relative und absolute Links

Interne Links können technisch als absolute oder relative Links gesetzt werden.

Absolute URL:

https://www.ihredomain.ch/kontakt/

Relative URL:

/kontakt/

In WordPress ist es meist am einfachsten, interne Seiten über die Suchfunktion im Linkdialog auszuwählen. Dadurch verwendet WordPress die passende URL und Tippfehler werden vermieden.

14. Links und Barrierefreiheit

Links sollten auch für Nutzer mit Screenreadern verständlich sein. Unklare Texte wie „hier“, „mehr“ oder „klicken“ sind problematisch, weil sie ohne Kontext wenig aussagen.

Barrierearme Linktexte:

  • beschreiben das Ziel,
  • sind auch ohne ganzen Absatz verständlich,
  • vermeiden reine URL-Anzeigen,
  • sind nicht zu lang,
  • werden nicht nur durch Farbe erkennbar.

Ein guter Linktext hilft allen Nutzern, nicht nur Suchmaschinen.

15. SEO: Warum interne Links so wichtig sind

Interne Links helfen Suchmaschinen, neue und bestehende Inhalte zu finden. Sie zeigen auch, welche Seiten innerhalb Ihrer Website wichtig sind.

SEO-Vorteile interner Links:

  • bessere Crawlbarkeit,
  • klarere Themenstruktur,
  • Stärkung wichtiger Seiten,
  • weniger verwaiste Inhalte,
  • bessere Nutzerführung,
  • höhere Verweildauer,
  • bessere Verbindung verwandter Inhalte.

Vermeiden Sie jedoch künstliche Überverlinkung. Jeder Link sollte einen echten Nutzen haben.

16. GEO: Klare Linkstrukturen für bessere Verständlichkeit

GEO, also Generative Engine Optimization, profitiert von klaren, gut verbundenen Inhalten. Wenn Artikel, Anleitungen und Themenseiten logisch miteinander verlinkt sind, können Zusammenhänge besser erkannt werden.

Für GEO hilfreich sind:

  • sprechende Linktexte,
  • logische Themencluster,
  • FAQ- und Ratgeberartikel mit passenden Verweisen,
  • klare URL-Strukturen,
  • aktualisierte Links,
  • keine verwaisten Inhalte,
  • Weiterleitungen statt Fehlerseiten.

17. Häufige Fehler bei Links und URLs

  • „Hier klicken“ als Linktext: Unklar für Nutzer und Suchmaschinen.
  • Zu viele Links in einem Absatz: Der Text wirkt überladen.
  • Externe Links ungeprüft setzen: Zielseiten können unseriös oder veraltet sein.
  • Permalinks später ohne Weiterleitung ändern: Alte URLs erzeugen 404-Fehler.
  • PDFs austauschen ohne Links zu prüfen: Downloads funktionieren nicht mehr.
  • Interne Links manuell falsch eintippen: Tippfehler führen zu Fehlerseiten.
  • Alle alten Seiten auf die Startseite weiterleiten: Nutzer finden nicht den erwarteten Inhalt.
  • Verwaiste Inhalte: Gute Beiträge sind intern nirgends verlinkt.

Empfohlene Vorgehensweise

  1. Permalinks früh festlegen: Bei neuen Websites direkt auf eine sprechende Struktur umstellen.
  2. Interne Links über WordPress-Suche setzen: So vermeiden Sie Tippfehler.
  3. Aussagekräftige Linktexte verwenden: Ziel des Links klar benennen.
  4. Externe Links prüfen: Nur seriöse und passende Quellen verlinken.
  5. Downloads sauber benennen: PDF-Links klar formulieren.
  6. URLs nicht unnötig ändern: Besonders bei indexierten Seiten vorsichtig sein.
  7. Weiterleitungen einrichten: Wenn Inhalte verschoben oder gelöscht werden.
  8. Tote Links regelmässig prüfen: Besonders nach Relaunches oder Inhaltsbereinigungen.
  9. Verwaiste Inhalte vermeiden: Wichtige Artikel intern verlinken.
  10. Links mobil testen: Besonders Menüs, Buttons und Call-to-Actions prüfen.

Häufige Fragen zu Links und Permalinks in WordPress

Wie füge ich einen Link in WordPress ein?

Markieren Sie den gewünschten Text, klicken Sie auf das Link-Symbol oder nutzen Sie Strg + K beziehungsweise Cmd + K, geben Sie die Zieladresse ein und bestätigen Sie den Link.

Was ist ein interner Link?

Ein interner Link führt zu einer anderen Seite oder einem anderen Beitrag auf derselben Website.

Was ist ein externer Link?

Ein externer Link führt zu einer anderen Website, zum Beispiel zu einer offiziellen Dokumentation oder einer Quelle.

Was ist ein Permalink?

Ein Permalink ist die dauerhafte URL eines Beitrags, einer Seite oder eines anderen Inhalts in WordPress.

Welche Permalink-Struktur ist empfehlenswert?

Für viele Websites ist Beitragsname eine gute Wahl, weil dadurch kurze und sprechende URLs entstehen.

Kann ich Permalinks später ändern?

Ja, aber nur mit Vorsicht. Bei bestehenden Websites sollten Sie passende 301-Weiterleitungen einrichten, damit alte URLs nicht zu Fehlerseiten führen.

Soll ich externe Links in neuem Tab öffnen?

Das kann sinnvoll sein, besonders bei externen Quellen. Interne Links sollten meist im gleichen Tab geöffnet werden.

Warum sind tote Links schlecht?

Tote Links führen zu Fehlerseiten, verschlechtern die Nutzererfahrung und können die technische Qualität Ihrer Website beeinträchtigen.


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