Domain-Transfer ohne Ausfall: Checkliste & typische Fehler

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Silvio Mazenauer
Ein Domain-Transfer muss weder kompliziert sein noch zu Ausfällen führen. Diese Checkliste zeigt, wie Sie Ihre Domain sicher übertragen, DNS und E-Mail korrekt übernehmen und typische Fehler beim Anbieterwechsel vermeiden.
Domain-Transfer ohne Ausfall mit sicherer Übernahme von DNS, Website und E-Mail

Ein Domain-Transfer – also der Wechsel des Domain-Anbieters beziehungsweise Registrars – wirkt auf den ersten Blick technischer und riskanter, als er tatsächlich ist. Viele Unternehmen befürchten, dass während des Transfers plötzlich die Website nicht mehr erreichbar ist oder keine E-Mails mehr ankommen.

Die gute Nachricht: Ein sauber vorbereiteter Domain-Transfer ist in den meisten Fällen ohne Ausfall von Website und E-Mail möglich. Entscheidend ist weniger der eigentliche Transfer als der korrekte Umgang mit DNS, Nameservern und bestehenden E-Mail-Einstellungen.

In dieser Anleitung zeigen wir Schritt für Schritt, worauf Sie bei einem Domain-Transfer achten sollten, welche Vorbereitungen notwendig sind und welche typischen Fehler zu unnötigen Ausfällen führen können.

Was ist ein Domain-Transfer?

Bei einem Domain-Transfer wechselt eine bestehende Domain von einem Registrar zu einem anderen. Der Registrar ist der Anbieter, bei dem die Domain registriert und verwaltet wird.

Wichtig: Ein Domain-Transfer ist nicht automatisch ein Hosting-Wechsel. Domain, Website und E-Mail sind technisch unterschiedliche Komponenten.

Bei einem reinen Domain-Transfer:

  • bleibt die Domain selbst bestehen,
  • ändert sich der Domainname nicht,
  • muss die Website nicht umgezogen werden und
  • kann auch das bestehende E-Mail-System unverändert weiterlaufen.

Gewechselt wird zunächst lediglich die administrative Verwaltung der Domain.

Wer seine Domain zu CURIAWEB übertragen möchte, findet die wichtigsten Informationen auf unserer Seite zum Domain-Transfer.

Warum eine Domain zu einem anderen Anbieter transferieren?

Für einen Domain-Transfer kann es verschiedene Gründe geben. Häufig möchten Unternehmen ihre technische Infrastruktur vereinfachen oder sind mit ihrem bisherigen Anbieter nicht mehr zufrieden.

Typische Gründe sind:

  • schlecht erreichbarer oder unpersönlicher Support
  • unübersichtliche oder gestiegene Preise
  • Domain, Hosting und E-Mail sind unnötig auf mehrere Anbieter verteilt
  • fehlende oder eingeschränkte DNS-Verwaltung
  • ein geplanter Wechsel des Hosting-Anbieters

Eine zentrale Verwaltung kann insbesondere für KMU und Vereine sinnvoll sein, weil bei technischen Problemen klar ist, wer Ansprechpartner ist.

Verursacht ein Domain-Transfer einen Ausfall?

Normalerweise nicht. Der eigentliche Transfer einer Domain führt nicht automatisch dazu, dass Website oder E-Mail nicht mehr funktionieren.

Probleme entstehen meist dann, wenn gleichzeitig Nameserver oder DNS-Einstellungen geändert werden und wichtige Einträge dabei fehlen oder falsch übernommen werden.

Besonders kritisch sind:

  • fehlende A- oder AAAA-Records für die Website
  • falsche oder fehlende MX-Records für E-Mail
  • nicht übernommene TXT-Einträge
  • Änderungen der Nameserver ohne vorbereitete DNS-Zone
  • mehrere gleichzeitige Änderungen an Domain, Hosting und E-Mail

DNS ist der entscheidende Punkt beim Domain-Transfer

The Domain Name System (DNS) bestimmt, welche Dienste unter einer Domain erreichbar sind. Vereinfacht gesagt verbindet DNS den Domainnamen mit Website, Mailservern und weiteren Diensten.

Zu den wichtigsten DNS-Einträgen gehören:

  • A-Record: verbindet eine Domain mit einer IPv4-Adresse
  • AAAA-Record: verbindet eine Domain mit einer IPv6-Adresse
  • MX-Record: legt die zuständigen Mailserver fest
  • CNAME: verweist einen Hostnamen auf einen anderen Namen
  • TXT-Record: wird unter anderem für SPF, DKIM und andere Verifizierungen verwendet

Wer vor dem Transfer wissen möchte, welche DNS-Einträge aktuell öffentlich für eine Domain hinterlegt sind, kann dafür unseren DNS Checker use.

Domain-Transfer ohne Ausfall: Schritt-für-Schritt-Checkliste

1. Bestehende DNS-Einstellungen dokumentieren

Bevor Änderungen vorgenommen werden, sollten die vorhandenen DNS-Einträge vollständig dokumentiert werden. Besonders wichtig sind Einträge für Website, E-Mail und externe Dienste.

2. Prüfen, welche Nameserver verwendet werden

Ein entscheidender Punkt ist die Frage, ob beim Transfer die bisherigen Nameserver bestehen bleiben oder ebenfalls gewechselt werden.

Bleiben die bisherigen Nameserver unverändert, ändert sich an der technischen Auflösung der Domain zunächst nichts. Bei einem Nameserver-Wechsel muss die neue DNS-Zone dagegen bereits korrekt vorbereitet sein.

3. Domain für den Transfer freigeben

Je nach Domainendung muss die Domain beim bisherigen Registrar für einen Transfer freigegeben werden. Bei manchen Domains existiert zusätzlich ein sogenannter Transfer Lock.

4. Auth-Code anfordern

Für viele Domainendungen wird ein Auth-Code benötigt. Dieser dient als Berechtigungsnachweis für den Transfer und wird normalerweise vom bisherigen Registrar bereitgestellt.

Die genauen Abläufe unterscheiden sich je nach Domainendung. Eine .ch-Domain kann deshalb andere Transferbedingungen haben als beispielsweise eine .com- oder .de-Domain.

5. Transfer beim neuen Registrar starten

Anschliessend wird die Domain beim neuen Anbieter angegeben und der Transfer mit dem erforderlichen Auth-Code gestartet.

6. DNS-Einstellungen kontrollieren

Nach dem Transfer beziehungsweise einer Nameserver-Änderung sollten die wichtigsten DNS-Einträge nochmals überprüft werden.

These include in particular:

  • Website-IP-Adresse
  • MX records
  • SPF
  • DKIM
  • DMARC
  • Subdomains und externe Dienste

7. Website und E-Mail testen

Nach Abschluss sollten Website und E-Mail praktisch getestet werden.

  • Website über die Domain aufrufen
  • wichtige Subdomains testen
  • Test-E-Mail an eine externe Adresse senden
  • Test-E-Mail von einem externen Anbieter empfangen

Domain-Transfer und E-Mail: Hier ist besondere Vorsicht nötig

E-Mail gehört zu den Bereichen, bei denen Fehler in der DNS-Konfiguration besonders schnell auffallen.

Die MX-Records bestimmen, welche Server E-Mails für eine Domain entgegennehmen. Zusätzlich spielen SPF, DKIM und DMARC eine wichtige Rolle für Authentifizierung und Zustellbarkeit.

Werden diese Einträge beim Wechsel vergessen oder falsch übernommen, können Nachrichten nicht zugestellt werden oder beim Empfänger im Spam landen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter Email security and spam protection.

Die häufigsten Fehler beim Domain-Transfer

Die meisten Probleme lassen sich durch eine gute Vorbereitung vermeiden. Besonders häufig sehen wir folgende Fehler:

  • DNS-Einträge werden nicht vorher gesichert.
  • MX-Records werden beim Nameserver-Wechsel vergessen.
  • SPF, DKIM oder andere TXT-Einträge fehlen.
  • Domain, Hosting und E-Mail werden gleichzeitig unkoordiniert geändert.
  • Der bisherige Hosting-Account wird zu früh gekündigt.
  • Der Transfer wird erst unmittelbar vor Ablauf der Domain begonnen.

Particularly important: Kündigen Sie bestehende Dienste nicht, bevor der neue Betrieb vollständig getestet wurde.

Domain-Transfer oder kompletter Hosting-Wechsel?

Ein Domain-Transfer und ein Hosting-Wechsel sind zwei unterschiedliche Vorgänge. Sie können aber sinnvoll miteinander kombiniert werden.

Wenn neben der Domain auch Website, Datenbanken und E-Mail-Konten zu einem neuen Anbieter wechseln sollen, ist ein koordinierter Umzug deutlich sicherer als mehrere voneinander unabhängige Änderungen.

CURIAWEB übernimmt bei einem Hosting-Wechsel auf Wunsch den technischen Umzug. Informationen zum Ablauf finden Sie bei unserem gratis Website-Umzugsservice.

Wer zunächst nur eine Domain registrieren oder bestehende Domains zentral verwalten möchte, findet unsere Angebote im Bereich Domains.

Fazit: Ein Domain-Transfer ist mit guter Vorbereitung kein Risiko

Ein Domain-Transfer muss weder kompliziert sein noch zu einem Ausfall von Website oder E-Mail führen. Entscheidend sind eine saubere Vorbereitung, die Kontrolle der Nameserver und die vollständige Übernahme aller relevanten DNS-Einstellungen.

Besonders bei geschäftlich genutzten Domains sollte nicht improvisiert werden. Website, E-Mail und DNS sollten vor, während und nach dem Transfer systematisch kontrolliert werden.

Wer Domain und Hosting zu CURIAWEB übertragen möchte, muss den technischen Wechsel nicht alleine durchführen. Wir unterstützen bei der Planung und übernehmen bei einem Hosting-Wechsel auf Wunsch auch die Migration von Website und E-Mail.

Domain zu CURIAWEB transferieren

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