WordPress-Inhalte exportieren: Beiträge, Seiten und Medien sauber übertragen

WordPress bietet ein integriertes Export-Werkzeug, mit dem Sie Inhalte aus Ihrer Website als XML-Datei herunterladen können. Das ist besonders praktisch, wenn Sie Beiträge, Seiten, Kommentare, Kategorien oder Schlagwörter in eine andere WordPress-Installation übertragen möchten.

Der Export eignet sich für Inhaltsumzüge, Archivierung, redaktionelle Sicherungen oder den Wechsel einzelner Inhalte in eine neue Website. Wichtig ist jedoch: Ein WordPress-Export ist kein vollständiges Backup. Er enthält nicht Ihre komplette Website mit Plugins, Themes, Einstellungen, Datenbankoptionen und Serverkonfiguration.

Kurz erklärt: Der WordPress-Export erzeugt eine XML-Datei mit Inhalten wie Beiträgen, Seiten, Kommentaren, Kategorien und Schlagwörtern. Für eine vollständige Website-Sicherung benötigen Sie zusätzlich ein echtes Backup von Dateien und Datenbank.

Wann ist ein WordPress-Export sinnvoll?

Der Export ist sinnvoll, wenn Sie Inhalte aus WordPress herauslösen und an anderer Stelle weiterverwenden möchten. Besonders bei redaktionellen Inhalten ist das Werkzeug sehr hilfreich.

Typische Einsatzfälle:

  • Beiträge in eine neue WordPress-Installation übertragen,
  • Seiten aus einer alten Website übernehmen,
  • Blogartikel archivieren,
  • Inhalte aus einer Testumgebung übernehmen,
  • Autorenbeiträge selektiv exportieren,
  • Beiträge eines bestimmten Zeitraums sichern,
  • Kategorien und Schlagwörter mitnehmen,
  • Kommentare zu Beiträgen übertragen.

Der Export ist besonders nützlich, wenn Sie nur Inhalte übertragen möchten, aber nicht die gesamte Website inklusive Design, Plugins und technischen Einstellungen.

Export ist nicht dasselbe wie Backup

Ein häufiger Fehler besteht darin, den WordPress-Export mit einem vollständigen Backup zu verwechseln. Das sind zwei unterschiedliche Dinge.

Funktion Enthält Geeignet für
WordPress-Export Beiträge, Seiten, Kommentare, Kategorien, Schlagwörter und Metadaten Inhaltsübertragung, Teilmigration, Archivierung
Vollständiges Backup Dateien, Datenbank, Plugins, Themes, Uploads, Konfiguration Wiederherstellung der gesamten Website

Wenn Sie Ihre Website vollständig sichern oder wiederherstellen möchten, reicht der XML-Export nicht aus. Dafür benötigen Sie ein vollständiges Backup.

1. Das Export-Werkzeug öffnen

Das integrierte Export-Werkzeug finden Sie im WordPress-Dashboard unter:

Werkzeuge > Daten exportieren

Je nach WordPress-Version kann der Menüpunkt auch einfach Exportieren heissen. Dort können Sie auswählen, welche Inhalte exportiert werden sollen.

Typische Optionen sind:

  • Alle Inhalte: Exportiert Beiträge, Seiten, Kommentare, Kategorien, Schlagwörter, Navigationsmenüs und weitere unterstützte Inhaltstypen.
  • Beiträge: Exportiert nur Beiträge, optional gefiltert nach Autor, Kategorie, Zeitraum oder Status.
  • Seiten: Exportiert nur Seiten, optional gefiltert nach Autor, Zeitraum oder Status.
  • Medien: Exportiert Informationen zu Medienanhängen, jedoch nicht immer die physischen Dateien selbst.
  • Weitere Inhaltstypen: Je nach Plugins können zusätzliche Exportoptionen erscheinen.

2. Alle Inhalte oder nur ausgewählte Inhalte exportieren?

Wenn Sie eine Website möglichst vollständig in eine neue WordPress-Installation übertragen möchten, wählen Sie häufig Alle Inhalte. Dadurch werden möglichst viele WordPress-Inhalte in einer XML-Datei zusammengefasst.

Wenn Sie nur bestimmte Inhalte benötigen, ist ein selektiver Export besser. Das reduziert Dateigrösse und vermeidet unnötige Inhalte in der Zielinstallation.

Ein selektiver Export ist sinnvoll, wenn Sie:

  • nur Blogbeiträge übertragen möchten,
  • nur Seiten exportieren möchten,
  • nur Beiträge eines bestimmten Autors benötigen,
  • nur Inhalte aus einem bestimmten Zeitraum exportieren möchten,
  • nur veröffentlichte Beiträge übernehmen möchten,
  • alte Entwürfe oder Testinhalte vermeiden möchten.

3. Die WXR-Datei verstehen

WordPress erstellt beim Export eine XML-Datei im sogenannten WXR-Format. WXR steht für WordPress eXtended RSS. Diese Datei enthält strukturierte Informationen zu Ihren Inhalten.

Die WXR-Datei kann enthalten:

  • Beitragstitel,
  • Inhalte,
  • Auszüge,
  • Veröffentlichungsdaten,
  • Autoreninformationen,
  • Kategorien,
  • Schlagwörter,
  • Kommentare,
  • benutzerdefinierte Felder,
  • Menüeinträge,
  • Medienverweise,
  • Metadaten.

Die Datei enthält jedoch normalerweise nicht die gesamte WordPress-Installation. Plugins, Themes, Caching-Einstellungen, Benutzerrollen-Konfigurationen oder Serverregeln werden nicht vollständig exportiert.

4. Werden Bilder beim Export mitgenommen?

Das ist ein wichtiger Punkt: Die Exportdatei enthält normalerweise Verweise auf Medien und Anhänge, aber nicht zwingend die physischen Bilddateien selbst. Beim späteren Import kann WordPress versuchen, die Medien von der ursprünglichen Website nachzuladen.

Das funktioniert nur zuverlässig, wenn:

  • die alte Website noch erreichbar ist,
  • die Bild-URLs öffentlich abrufbar sind,
  • keine Hotlink-Schutzregel blockiert,
  • keine Wartungsseite aktiv ist,
  • keine Zugriffsbeschränkung besteht,
  • der Import nicht wegen Dateigrösse oder Serverlimits abbricht.
Wichtig: Wenn Sie sicherstellen möchten, dass alle Bilder erhalten bleiben, sichern Sie zusätzlich den Ordner wp-content/uploads/.

5. Exportdatei herunterladen

Nachdem Sie die gewünschten Inhalte ausgewählt haben, klicken Sie auf Export-Datei herunterladen. WordPress erstellt daraufhin eine XML-Datei und speichert sie auf Ihrem Computer.

Benennen Sie die Datei am besten sinnvoll um, damit Sie später wissen, wofür sie gedacht ist.

Beispiele:

  • wordpress-export-alle-inhalte-2026-05.xml
  • blogbeitraege-export-2026-05.xml
  • seiten-export-relaunch.xml
  • knowledgebase-wordpress-export.xml

Bewahren Sie die Datei sicher auf. Je nach Inhalt kann sie personenbezogene Daten, Kommentare, E-Mail-Adressen oder interne Entwürfe enthalten.

6. Inhalte in eine andere WordPress-Website importieren

Um die exportierte Datei in einer anderen WordPress-Installation zu importieren, verwenden Sie das Import-Werkzeug unter:

Werkzeuge > Daten importieren

Dort wählen Sie den WordPress-Importer. Falls er noch nicht installiert ist, bietet WordPress die Installation direkt an.

Der Ablauf:

  1. Neue WordPress-Installation öffnen.
  2. Zu Werkzeuge > Daten importieren gehen.
  3. WordPress-Importer installieren, falls nötig.
  4. XML-Datei hochladen.
  5. Autoren zuweisen oder neue Benutzer erstellen.
  6. Option zum Herunterladen und Importieren von Dateianhängen prüfen.
  7. Import starten.
  8. Ergebnis kontrollieren.

Nach dem Import sollten Sie Beiträge, Seiten, Bilder, Kategorien, Menüs und interne Links prüfen.

7. Autoren beim Import korrekt zuweisen

Beim Import fragt WordPress, wie Autoren zugeordnet werden sollen. Sie können vorhandene Benutzer verwenden oder neue Benutzer anlegen.

Prüfen Sie sorgfältig:

  • Soll der alte Autor beibehalten werden?
  • Soll alles einem neuen Administrator zugewiesen werden?
  • Sollen Redakteure oder Autoren neu angelegt werden?
  • Sind Benutzerrollen korrekt?
  • Enthält der Export personenbezogene Autorendaten?

Für Unternehmenswebsites ist es oft sinnvoll, Inhalte einem allgemeinen Redaktionskonto oder dem korrekten Fachautor zuzuweisen.

8. Import von Medienanhängen prüfen

Beim Import gibt es oft eine Option wie Dateianhänge herunterladen und importieren. Diese sollte aktiviert werden, wenn Bilder und Medien übernommen werden sollen.

Dennoch kann der Medienimport fehlschlagen, wenn:

  • die alte Website nicht erreichbar ist,
  • Bilddateien fehlen,
  • Serverlimits zu niedrig sind,
  • die XML-Datei sehr gross ist,
  • Verbindungen abbrechen,
  • Dateitypen blockiert werden,
  • die ursprünglichen URLs nicht mehr stimmen.

Bei grösseren Migrationen ist es sicherer, den Uploads-Ordner zusätzlich manuell zu übertragen.

9. Export grosser Websites

Bei sehr grossen Websites kann der Export oder Import an Serverlimits scheitern. Grosse XML-Dateien können zu Timeouts, Speicherproblemen oder abgebrochenen Importen führen.

In solchen Fällen helfen:

  • Export nach Inhaltstyp trennen,
  • Beiträge nach Zeitraum exportieren,
  • Autoren separat exportieren,
  • Medien separat übertragen,
  • Serverlimits prüfen,
  • Staging-Umgebung verwenden,
  • professionelle Migrationswerkzeuge nutzen.

Für eine vollständige Website-Migration ist der WordPress-Export allein oft nicht die beste Lösung.

10. Export bei WooCommerce und Spezialplugins

WooCommerce, Mitgliederplugins, Lernplattformen, Event-Plugins oder Pagebuilder speichern teilweise eigene Datenstrukturen. Diese werden vom normalen WordPress-Export nicht immer vollständig oder korrekt übertragen.

Bei WooCommerce sollten Sie besonders prüfen:

  • Produkte,
  • Produktbilder,
  • Produktkategorien,
  • Varianten,
  • Bestellungen,
  • Kundendaten,
  • Gutscheine,
  • Steuer- und Versandregeln,
  • Zahlungseinstellungen.

Für Shops ist meist eine vollständige Migration oder ein spezieller WooCommerce-Export sinnvoller als der normale WordPress-Inhaltsexport.

11. Datenschutz beim Export beachten

Eine Exportdatei kann personenbezogene Daten enthalten. Dazu gehören zum Beispiel Autorennamen, E-Mail-Adressen in Kommentaren, Kommentar-IP-Adressen, Formularinhalte, Kundeninformationen oder interne Metadaten – abhängig von den Inhalten und Plugins.

Prüfen Sie daher:

  • Wer erhält Zugriff auf die Exportdatei?
  • Enthält die Datei personenbezogene Daten?
  • Wird die Datei lokal sicher gespeichert?
  • Muss die Datei nach dem Import gelöscht werden?
  • Wird sie per E-Mail versendet?
  • Ist der Export für externe Dienstleister bestimmt?
Datenschutz-Hinweis: Behandeln Sie WordPress-Exportdateien vertraulich. Sie können interne Inhalte oder personenbezogene Daten enthalten.

12. Export vor Relaunch oder Theme-Wechsel

Ein Export kann vor einem Relaunch hilfreich sein, um Inhalte separat zu sichern oder in eine neue Installation zu übernehmen. Trotzdem sollten Sie sich nicht ausschliesslich darauf verlassen.

Vor einem Relaunch empfiehlt sich:

  • vollständiges Backup erstellen,
  • WordPress-Export der Inhalte erstellen,
  • Uploads-Ordner sichern,
  • SEO-Daten prüfen,
  • Weiterleitungen planen,
  • Staging-Umgebung nutzen,
  • neue Website vor Livegang testen.

Der Export ist also ein Baustein im Relaunch-Prozess, aber nicht die komplette Migrationsstrategie.

13. Häufige Fehler beim WordPress-Export

  • Export mit Backup verwechselt: Plugins, Themes und Konfiguration fehlen.
  • Bilder nicht separat gesichert: Medien können beim Import fehlen.
  • Alte Website zu früh gelöscht: Import kann Anhänge nicht mehr nachladen.
  • Zu grosse XML-Datei: Import bricht wegen Serverlimits ab.
  • Autoren falsch zugewiesen: Inhalte erscheinen unter falschem Benutzer.
  • SEO-Daten nicht geprüft: Metadaten werden je nach Plugin nicht vollständig übernommen.
  • WooCommerce-Daten unterschätzt: Shop-Daten benötigen spezielle Migration.
  • Datenschutz vergessen: Exportdateien werden unsicher gespeichert oder versendet.

14. SEO und Export: Worauf achten?

Beim Export und Import von Inhalten sollten SEO-relevante Punkte kontrolliert werden. Nicht jede Zusatzinformation wird automatisch übertragen.

Prüfen Sie nach dem Import:

  • Sind Permalinks korrekt?
  • Sind Kategorien und Schlagwörter vorhanden?
  • Wurden Beitragsbilder übernommen?
  • Sind interne Links korrekt?
  • Zeigen Links noch auf die alte Domain?
  • Sind SEO-Titel und Meta-Beschreibungen vorhanden?
  • Wurden Weiterleitungen eingerichtet?
  • Wurde die XML-Sitemap aktualisiert?
  • Gibt es 404-Fehler?

Wenn eine Website vollständig umzieht, sollten URLs, Weiterleitungen und SEO-Daten besonders sorgfältig geplant werden.

15. GEO: Saubere Inhaltsübernahme für KI-Suchsysteme

GEO, also Generative Engine Optimization, profitiert von sauber strukturierten, vollständigen und konsistenten Inhalten. Wenn beim Export oder Import Überschriften, interne Links, Kategorien oder Bilder verloren gehen, kann die Qualität der Inhalte leiden.

Achten Sie deshalb darauf, dass nach dem Import:

  • Überschriftenstrukturen erhalten bleiben,
  • FAQ-Bereiche korrekt dargestellt werden,
  • interne Links funktionieren,
  • Kategorien sinnvoll übernommen wurden,
  • Medien nicht fehlen,
  • keine alten Staging- oder Quelldomain-Links enthalten sind,
  • Inhalte vollständig und aktuell sind.

Empfohlene Vorgehensweise

  1. Ziel klären: Inhaltsexport, Teilumzug, Archivierung oder vollständige Migration?
  2. Backup erstellen: Vor grösseren Exporten vollständige Sicherung anlegen.
  3. Export-Werkzeug öffnen: Unter Werkzeuge > Daten exportieren.
  4. Inhaltstyp auswählen: Alle Inhalte oder gezielt Beiträge, Seiten oder Medien.
  5. Exportdatei herunterladen: XML-Datei sicher speichern.
  6. Uploads separat sichern: Besonders wichtig für Bilder und Downloads.
  7. Zielinstallation vorbereiten: WordPress, Theme, Plugins und Benutzer prüfen.
  8. Import durchführen: Über Werkzeuge > Daten importieren.
  9. Anhänge prüfen: Medienimport kontrollieren.
  10. Nachkontrolle durchführen: Links, Bilder, Kategorien, SEO-Daten und Darstellung prüfen.

Häufige Fragen zum WordPress-Export

Wo finde ich den WordPress-Export?

Im WordPress-Dashboard unter Werkzeuge > Daten exportieren.

Was enthält die WordPress-Exportdatei?

Sie enthält je nach Auswahl Beiträge, Seiten, Kommentare, Kategorien, Schlagwörter, Metadaten und Medienverweise.

Ist der WordPress-Export ein vollständiges Backup?

Nein. Plugins, Themes, Serverkonfiguration, vollständige Datenbankoptionen und Dateien sind nicht vollständig enthalten. Für eine Wiederherstellung benötigen Sie ein echtes Backup.

Werden Bilder beim Export mitgenommen?

Die XML-Datei enthält Verweise auf Medien. Beim Import kann WordPress versuchen, die Dateien von der alten Website herunterzuladen. Sicherer ist es, den Ordner wp-content/uploads/ zusätzlich zu sichern.

Kann ich nur bestimmte Beiträge exportieren?

Ja. Beim Export von Beiträgen können Sie je nach WordPress-Version nach Autor, Zeitraum, Kategorie oder Status filtern.

Kann ich mit dem Export eine komplette Website umziehen?

Nur teilweise. Für einfache Inhaltsübernahmen kann der Export reichen. Für eine vollständige Website-Migration sind ein komplettes Backup oder professionelle Migrationswerkzeuge besser geeignet.

Warum fehlen nach dem Import Bilder?

Die alte Website war möglicherweise nicht erreichbar, die Bilddateien fehlten oder der Import konnte die Dateien wegen Serverlimits nicht herunterladen.

Kann CURIAWEB beim Umzug helfen?

Ja. Wenn Sie Ihre Website zu CURIAWEB umziehen möchten, kann der Umzugsservice deutlich mehr leisten als ein einfacher XML-Export.


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Ein XML-Export ist hilfreich für einzelne Inhalte. Für einen vollständigen Website-Umzug braucht es jedoch mehr: Dateien, Datenbank, Medien, E-Mails, DNS und technische Prüfung. CURIAWEB unterstützt Sie beim Transfer Ihrer Website auf unsere schnellen Schweizer Server.

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